Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Die Bäke

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Das Fließ wird seit langem über ein unterirdisches Kanalsystem zwischen Birkbuschstraße und Hindenburgdamm durch Steglitz geführt und erst nach eintausend Metern an der Haydnstraße sichtbar. Von dort fließt das Wasser der kanalisierten Bäke durch den Bäkepark in den Bäketeich, der wiederum über ein Rohrsystem und nur getrennt durch die Uferpromenade mit dem Teltowkanal verbunden ist. Gegenüber dem Hafen Steglitz bei Kilometer TeK km 18,70 mündet das „Steglitzer Flüsschen“ in den Kanal.

Doch damit nicht genug. Acht Kilometer weiter südwestlich und jenseits des Teltowkanals gibt es unterhalb des Kleinmachnower Weinbergs am Schwarzen Weg eine weitere Quelle. Die Bäke fließt dort abgedeicht und parallel zum Kanal durch die Wiesen. In diesem ausgedehnten Sumpfgebiet existierte bis 1470 nur ein passierbarer Übergang. Gleich daneben lag natürlich die mittelalterliche Burg Kleinmachnow, ein strategisch wichtiger Punkt an der Handelsstraße Leipzig-Saarmund-Spandau. Hier entstanden später Burg und Herrenhaus der Familie von Hake.

Nach dem die Dorfkirche, die Hakesche Mühle, die von der Teltowkanal AG mit erworben wurde, und der Schlosspark passiert sind, mündet das „Kleinmachnower Flüsschen“ hinter der Schleusenanlage ebenfalls in den Teltowkanal. Dieser Bereich wurde 1988 zum Naturschutzgebiet Bäketal erklärt: „Das bezeichnete Gebiet wird geschützt, um es als eines der letzten ursprünglichen Relikte des Naturraumes Bäkefließ mit Lebensgemeinschaften und Lebensstätten wildwachsender Pflanzen- und wildlebender Tierarten zur erhalten.“ Auen- und Moorböden sollen „in ihrer natürlichen Schichtenfolge und Dynamik“ bewahrt und das von Feuchtwiesen geprägte Landschaftsbild gerettet werden.

Die Bäke, deren einstige Bezeichnung „Telte“ dem Teltow den Namen gab, war einmal ein anständiger Bach, dessen Länge von der „Teltowkanal AG“ mit 22,8 Kilometern angegeben wurde. Er nahm die Wasser der südwestlichen Berliner Randgebiete auf. Nachdem er die früheren Dörfer Lichterfelde und Giesensdorf verlassen hatte, durchfloss er den Teltowsee und ein Stück weiter abwärts südlich von Zehlendorf den Schönowsee. Zwischen beiden Seen, die für den Bau des Teltowkanals geopfert wurden, gab es einst einen weiteren Übergang. Der Bach strömte weiter Richtung Westen, bildete die Nordbegrenzung des Dorfes Teltow und ließ anschließend den Machnower See nördlich liegen. Weiter ging es zwischen Parforceheide und Forst Dreilinden hindurch und am Übergang Kohlhasenbrück vorbei in den Griebnitzsee.

Bevor an der Babelsberger Parkbrücke der Durchbruch für den Teltowkanal zwischen Griebnitzsee und Glienicker Lake geschaffen wurde, muss die Bäke parallel dazu rund 50 Meter nördlich durch den Ortsteil Klein-Glienicke geflossen sein und sich unmittelbar vor dem Jagdschloss Glienicke in die Glienicker Lake ergossen haben. Dafür spricht, dass dieser Bäkegraben noch heute als mühsames Rinnsal vorhanden ist, und bei einem der Schweizerhäuser noch immer durch die Bogenöffnung im Sockel hervorkommt. In historischen Beschreibungen wird obendrein davon berichtet, dass dieser „Bäkekanal vor dem Bau des Teltowkanals eine erheblich größere Wassermenge führte“.

Zum Schluss noch die Argumente der Teltowkanal AG: „Die vom Kanal durchschnittenen Gebiete besitzen eine nur ganz unzureichende natürliche Entwässerung. Für das nach der Havel zu entwässernde Gebiet kommen nur die Bäke nebst ihren Seitengräben in Betracht. In diesen Verhältnissen werden durch den tief einschneidenden Kanal, dessen normaler Wasserstand erheblich unter den Wasserhöhen der bestehenden Vorflutgräben liegt, wesentliche Verbesserungen geschaffen; seine Ausführung gestattet die Herstellung einer zweckmäßigen unterirdischen Entwässerung mit zahlreichen Regenauslässen nach dem Kanal. Letzterer Vorteil wird sich auch noch in größerer Entfernung vom Kanal geltend machen und den Anschluss größerer Teile der Gemeinden Friedenau, Schöneberg und Wilmersdorf ermöglichen.“