Inhalt: Interessenbekundungsverfahren Zoll- und Grenzsteg am Osthafen
Neue Entwicklungen am Osthafensteg!
21.11.2012
Pressemitteilung Neue Entwicklungen am Osthafensteg!
Das Ergebnis des Interessenbekundungsverfahrens zur Entwicklung der historischen Anlage am Osthafen und zur Sanierung des ehemaligen DDR-Zollstegs liegt vor.
Ein Auswahlgremium bestehend aus Vertretern der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenick, der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt (Wasserbehörde), Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, des Landesdenkmalamtes, der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin hat seit März 2012 aus insgesamt neun eingereichten Bewerbungen in drei Auswahlrunden eine Empfehlung an das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin herausgearbeitet. Die Wahl fiel auf das Projekt des „Historischen Hafens Berlin in Kooperation mit Agromex GmbH & Co.KG“.
Das Konzept des Historischen Hafens überzeugte die Jury, da es die Geschichte Berlins aufgreift und eine Verbindung zwischen den historischen Schiffen und dem Berliner Motto “Berlin wurde aus dem Kahn erbaut“ schafft. Der Osthafensteg wird als Zeitzeuge der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte integriert, indem er eine Ausstellungsplattform und einen Anleger für die Fahrgastschifffahrt erhält. Ein ganzjähriger Betrieb mit Gastronomie und Museum rundet die Planung auf dem Wasser ab.
Projektbeschreibung
Autor: Manfred Pflitsch
"Über eine neu zu errichtende Brücke (Durchfahrtshöhe 4,0 m) können Besucher eine Stahltreppe erreichen, die zu der zentralen Plattform (ca. 15 x 52 m) der Anlage hinterführt. Über einie 4,0 m breite Lauffläche sind die Eingänge zum Ausstellungsteil und zum Gastronomieteil des eingeschossigen Museumsgebäudes (Grundfläche ca. 10 x 48 m) direkt errreichbar. Beidseitig der zentralen Plattform befinden sich über kleine Einzelstege erreichbare Liegeplätze für insgesamt 17 historische Schiffe.
Bestandteile der Anlage sind:
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ein Verbindungssteg parallel zum historischen Steg
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die historische T-förmige Zoll- und Grenzsteganlage als Mauerdenkmal am Osthafen
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eine zentrale Plattform 15 x 52 m mit einem Bereich für die Gründungspfähle des Neubaus 10 x 48 m
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ein eingeschossiges Gebäude auf der Plattform mit Dachterrassen und einer Grundfläche von 10 x 48 m
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max. 17 Liegeplätze für große historische Schiffe zu beiden Seiten der zentralen Plattform
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eine neue Stahlbrücke als Verbindung zwischen Kaimauer und zentraler Plattform
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eine zweigeteilte langgestreckte Betonschwimmsteganlage parallel zum Grenz- und Zollsteg in einer Gesamtlänge von 300 m als Besucherzugang und Wellenbrecher
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15 Liegeplätze für Traditionsschiffe am östlichen Ende der Betonschwimmsteganlage
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diverse kleinere Stege als Zugang zu den Museumsschiffen und den Sportboot-Liegeplätzen für Tagesbesucher und Nutzer der gelben Welle
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zwei Besucherplattformen auf dem Zoll- und Grenzsteg mit Anlegeplätzen für Fahrgastschiffe auf der Nordseite des historischen Steges
In dem eingeschossigen Baukörper mit insgesamt ca. 430 m² Nutzfläche ist ein Ausstellungsbereich für eine Dauerausstellung und ein Gastronomiebereich geplant. Die Dachflächen in der Größe von insgesamt ca. 400 m² sind für Ausstellungsbesucher und Gastronomiegäste von der Zugangsbrücke aus direkt erreichbar.
Die geplante Dauerausstellung im Gebäude zeigt Binnenschifffahrts- und Stadtgeschichte Berlins mit zwei besonders herausgestellten Schwerpunkten.
Berlin ist aus dem Kahn gebaut, Dampfschifffahrt - Industrialisierung - Berliner Häfen
Binnenschifffahrt und die Berliner Mauer, Spree als Grenze zwischen Ost und West, Grenzsteg Osthafen, Eastside Gallery, Humboldthafen, Litfinmuseum."

Überblick auf die gesamte Hafenanlage

Vogelperspektive auf die Hafenanlage

Blick Richtung Osten auf die Hafenanlage

Blick von der östlichen Plattform Richtung Oberbaumbrücke

Blick Richtung Treptower Ufer
19.03.2012
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin beabsichtigt, den ehemaligen Zoll- und Grenzsteg am Osthafen (Osthafensteg) in Berlin zu privatisieren und für das Wasserareal zwischen Steg und Treptower Ufer einen Nutzungsvertrag abzuschließen. Der Zoll- und Grenzsteg mit seiner Umgebung birgt ausreichend geschichtliches und städtebauliches Potential für eine behutsame Entwicklung in dem unverwechselbaren Landschaftsbild der aufgeweiteten Spree.
Eine besondere Berücksichtigung muss dabei der zwischenzeitlich denkmalgeschützte Osthafensteg erfahren.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin sucht Interessenten, die sowohl als Standortentwickler als auch als Betreiber des Areals dieses Potential erkennen, mit Visionen versehen und anhand der notwendigen wirtschaftlichen Kraft und Erfahrung umsetzen.
Im Folgenden können Sie sich über das Interessenbekundungsverfahren informieren und alle notwendigen Unterlagen für Ihre Bewerbung abrufen.
Pressemitteilung - Der historische Grenzsteg am Osthafen wird neu belebt